Qualitätshandbuch

16. Beteiligung und Kooperation:
Gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

Eltern tragen die Hauptverantwortung für die Bildung und Erziehung ihres Kindes und sind die natürlichen Erzieher. Ihnen obliegt die Pflicht der Pflege und Erziehung ihres Kindes. Wir sehen Eltern als gleichberechtigte Partner in gemeinsamer Verantwortung für das Kind. Die Teilhabe und Mitwirkung der Eltern am Bildungs- und Erziehungsprozess in unserer Tageseinrichtung ist wesentlich. Wir pflegen eine offene Erziehungspartnerschaft, in der das Wohl des Kindes das zentrale Thema darstellt. Sowohl Erziehung als auch Bildung ist gemeinsame Aufgabe und Verantwortung.

Wir bieten den Eltern eine zuverlässige Betreuung ihrer Kinder, unterstützen sie durch ein nachhaltiges Beratungs- und Bildungsangebot und initiieren Familienselbsthilfe.

  • Aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen sind Familien heute vermehrt auf eine zuverlässige Betreuung durch Kindertageseinrichtungen angewiesen. Dieser Bedarf ist sehr unterschiedlich. Regelmäßige Bedarfserhebungen sind daher Grundlage für eine Umsetzung bedarfsorientierter Leistungsangebote. Die Befragung findet sowohl mündlich im Anmeldegespräch als auch schriftlich durch den Elternfragebogen statt.
  • Wir informieren Eltern regelmäßig über die Entwicklung ihres Kindes und unsere pädagogische Arbeit. Die Ergebnisse der Eltern- und Entwicklungsgespräche beziehen wir in unsere pädagogische Arbeit mit ein. Durch ein vielseitiges Informationsangebot schaffen wir Transparenz unserer Leistungen. Für eine positive Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieherinnen sind Vertrauen, Offenheit und Kooperationsbereitschaft wichtige Faktoren.
  • Bei ersten Anzeichen von Auffälligkeiten bieten wir präventiv orientierte Gespräche.

Beratungsgespräche bei Erziehungsschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten und familiären Belastungen werden von unserem Fachpersonal angeboten.

Bei erhöhtem Entwicklungsrisiko und drohender Behinderung vermitteln wir eine Unterstützung durch Fachdienste.  Auf Wunsch kann die therapeutische Behandlung im Kinderhaus stattfinden, soweit dies die zuständigen Institutionen ermöglichen können.

Bei Familienproblemen oder der Notwendigkeit besonderer therapeutischer Maßnahmen verweisen wir auf Hilfs- und Beratungsangebote.

  • Auch bei beobachteter Hochbegabung eines Kindes ist mit den Eltern abzuklären, welche zusätzlichen Lernangebote außerhalb der Kindertagesstätte erschlossen werden können. Neben der Möglichkeit, die Hochbegabung zu entfalten, ist es wichtig, etwaigen Verhaltensauffälligkeiten und sozialen Problemen angemessen zu begegnen.
  • Des Weiteren begleiten und unterstützen wir unsere Eltern und Kinder bei den verschiedenen Übergängen, vom Elternhaus zu Krippe, Kindergarten, Schule und auch Hort.
  • Unser Haus ist offen für alle Kulturen. Kulturelle Vielfalt bereichert unseren Alltag und bietet uns die Chance, Fremdartigkeit kennen und verstehen zu lernen.
  • Für Kinder nicht deutschsprachiger Herkunft bieten wir eine gezielte, individuelle Sprach- und Verständnisförderung. Übungen mit Themenbereichen der täglichen Lebens- und Erfahrungswelt der Kinder zielen auf einen möglichst sanften und gelungenen Schulstart hin.

Voraussetzung ist ein Verständnis der deutschen Sprache in Lauten und Grammatik.

Zur Migrationsförderung findet in unserem Haus der Förderkurs „Vorkurs Deutsch“ statt. Hier übernimmt eine Lehrkraft der ersten Klasse gezielte Übungen des Sprechens, der Grammatik, des Satzbaus und der Artikel. Ergänzend greift die Fachkraft des Kindergartens die Übungen auf und vertieft das Gelernte. Durch den Sozialkontakt mit deutschsprachigen Kindern gelingt erfahrungsgemäß der Spracherwerb der deutschen Sprache als Zweitsprache schnell, die Muttersprache als Erstsprache bleibt erhalten.

Wir unterstützen Begegnungsmöglichkeiten zwischen den Familien

  • Der Kindergarten ist offen für alle Familien im Einzugsgebiet. Wir bieten durch gemeinsame Feste, Feiern und Elternaktionen Kontakt- und Austauschmöglichkeiten.

 Vielfältige Kontakt- und Gesprächsmöglichkeiten

  •  Beginnend mit einem Anmelde-/Aufnahmegespräch

Aufnahmeverfahren, Anmeldebogen, Formulare (Ordner)

  • Dem ständigen Angebot für allgemeine Elterngespräche

Tür- und Angelgespräche

Elterngespräch/Termingespräch

Sowie einem gezielten Angebot für jährliche Entwicklungsgespräche

  • Schriftliche Elterninformation

Durch Aushänge mit aktuellen Informationen

Mit Elternbriefen zum allgemeinen Geschehen und pädagogischen Themen rund um den            Kindergarten

  • Elternbefragungen
  • Pinnwände für Informationen von Eltern für Eltern
  • Schwarzes Brett und Pinnwände für aktuelle Informationen und Spontanangebote
  • Externe Infobroschüren

 Mitsprache- und Mitgestaltungsmöglichkeit für Eltern im Kinderhausjahr

  • Durch die aktive Arbeit im Elternbeirat àMitverantwortung als Mitglied
  • Potential der Eltern nutzen
  • Projekte, Feste, Feiern, Basare à Mithilfe und Durchführung
  • Exkursionen begleiten
  • Gartenarbeit, Renovierung, Reparaturarbeiten
  • Hospitation
  • Bastel- und Spielnachmittage
  • Mitwirkung in Interessengruppen
  • Regelmäßige Elternumfragen

Elternabende, Informationsveranstaltungen

  • Gruppeninterne Elterntreffen
  • Gruppenübergreifende Elternveranstaltungen
  • Elternabende
  • Buch- und Spieleausstellung

 Veranstaltungen für die ganze Familie

  • Gruppeninterne und einrichtungsübergreifende Feste und Feiern
  • Mitwirkung bei öffentlichen Veranstaltungen
  • Teilnahme an der Gestaltung von „Adventsfenstern“